Dienstag, 16.08.2005
Umzug des Blogs nach aussteiger-blog.de
In den letzten beiden Tagen habe ich alles für den geplanten Umzug nach aussteiger-blog.de vorbereitet: ein bisschen Layoutarbeit, Einstieg in Wordpress, etc.
Hinweis: :)
Neue Einträge werde ich jetzt auf aussteiger-blog.de posten.
Samstag, 13.08.2005
Die Kälber Deutschlands
Stoiber vergleicht Ostdeutsche Wähler mit Kälbern:
"Seid ihr euch bewusst: Ihr habt hier Plakate mit Lafontaine. Und der Mann, der im Grunde genommen gegen die Wiedervereinigung war, den feiert ihr jetzt als Helden? Ja, seid ihr denn verrückt geworden? Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber."
Netzeitung
Ich bin auch für die Abschaffung der Wahlen in Deutschland. Dann haben wir wenigstens immer die gleichen Metzger.
Freitag, 12.08.2005
Richtig, Stoiber!
Hier zitiere ich mal kurz den allseits bekannten CSU Politiker Edmund Stoiber:
[...] es darf nicht sein, dass letztlich die Frustrierten über das Schicksal Deutschlands bestimmen.
Das ist natürlich vollkommen richtig, Herr Stoiber. Die Frustrierten haben kein Recht sich in unser schön geordnetes System einzumischen, nicht wahr? Warum jammern die nur immer, Dir geht es doch gut, Edmund!
Ja, die sollen sich nicht so anstellen! Gerade ihr in Bayern leistet, ihr leistet jedes Jahr soviel und trotzdem seid ihr nicht, sind die nicht zufrieden!
Ja, ich sag´s auch immer, Edmund "reicht man ihnen den kleinen Finger, wollen sie die ganze Hand" dagegen muss doch, dagegen muss doch hart angegangen werden! Jetzt wollen die sich auch noch in die Politik einmischen! Da verstehen die doch eh nichts von, nicht wahr, Edmund? Ich kann auch nicht nachvollziehen, dass Gysi und Lafontaine, "diese Leute", nur, weil sie denen da drüben irgendeinen Schmarrn versprechen, zu stärksten Kraft werden. Völlig unverständlich.
Warum wählen die "Frustrierten" nicht die CDU/CSU?
Völlig unverständlich. Diese Undankbaren!
Ich sage: "Stoiber an die Macht!" und wandere aus.
Ach so: Quelle des, äh, Zitats: Netzeitung
Donnerstag, 11.08.2005
Wirtschaft stagniert - Gewinne steigen
gefunden in der Netzeitung. In der Liste des dynamischen Lesezeichen von Firefox sah es ungefähr so aus:

Hier die Links:
Wirtschaft in Deutschland stagniert
T-Mobile berschert Telekom Gewinnsprung
MAN setzt Gewinnprognose herauf
RWE profitiert von steigenden Strompreisen
Natürlich besteht die Wirtschaft nicht nur aus diesen Unternehmen, doch stimmt es mich nachdenklich soetwas zu lesen.
Dienstag, 09.08.2005
In (zugegebenermassen manchmal störenden) Klammern
mir fällt gerade beim Lesen des letzten Eintrags auf, dass ich, recht häufig (um nicht zu sagen:oft) irgendwelche erweiternden Beschreibungen in (äh) Klammern setzte. Diese Marotte werde ich, wenn ich daran denke (ich denke aber das klappt), demnächst (vielleicht schon morgen!) wieder ablegen. Ich hoffe Ihr, (werte Leser) habt Verständnis.
ein unbemaltes Blatt Papier…
Die letzten Tage (fast schon Wochen) habe ich in der WG hier ein wenig umgeräumt, dort einen Schrank durchgesägt oder angemalt. Herausgekommen ist das, was man auf den,wiedermal zu dunklen (meine Digitalkamera kommt unter Anderem schlecht mit passivem Licht zurecht), Bildern erkennen kann. Alles in Allem hat es ungefähr 30 Euro gekostet und im Gegensatz zu den heutzutage modernen IKEA-Einrichtungen ist es ziemlich einmalig. Auf die grosse weisse Fläche (ehemaliger Schrankrücken) werde ich demnächst mal ein (hoffentlich) schönes Bild malen.


fast hundert Pfandflaschen?
und dann kein Auto zur Hand.Nachtrag:
das Bild hier habe ich auf die Schnelle bei (leider) schlechten Lichtverhältnissen ohne besondere Ansprüche gemacht. Ich will damit nur zeigen, wie es heute Morgen bei mir aussah. :)
Sonntag, 07.08.2005
Zwei gesellschaftspolitische Vorstellungen prallen aufeinander
Dienstag, 02.08.2005
Wirtschaft alleine in der Bundesagentur für Arbeit?
Die Abeitgeber und Gewerkschaften sorgen schon für die Arbeitslosen. Entzieht der Politik die Verantwortung! Warum sollte sich auch ein Sozialstaat um die Belange der Arbeitslosen kümmern?
Quelle: Netzeitung, Abacho.de
Montag, 01.08.2005
Schröder zur Not auch einziger Schauspieler
Liess er jetzt verlauten. Merkel sagte das sogenannte "TV-Duell" aus Zeitgründen ab. Das Medienereignis hatte auch schon 2002 mit
oberflächlichen und plakativen
fundierten und glaubwürdigen Informationen geglänzt.Wäre das Schauspiel mit zwei Politikern wenigstens noch ein Duell, so verkommt es nun wahrscheinlich mit einem lustigen Monolog zu Gerhards Plauderstunde.
[via Focus.de]
Was Nützt die Liebe in Gedanken
Dieser Film, den ich gestern gesehen habe, (u.A. mit Daniel Brühl, August Diehl und Anna Maria Mühe, schon Anfang 2004 in den Kinos), ist mit Abstand der eindruckvollste Film, den ich je sah.
Ein Lebensgefühl, unbeschwert und frei, erdrückend und bedrohlich zugleich. Eine unglaublich stimmungsvolle Kulisse mit Bildern, die die Stimmung der Geschichte wunderbar einfangen und den Betrachter tief ins Geschehen tauchen lassen.
Für die materiell und intellektuelle Oberschicht müssen die zwanziger Jahre des 20ten Jahrhunderts mit ihrer Aufgeschlossenheit, ihrer Lebenslust, eine grandiose Zeit gewesen sein.
In dem Film, wie auch in fast allen anderen Filmen in denen Daniel Brühl mitspielt, fällt die besondere Gesprächskultur auf.
Keine leeren Phrasen, kein unnötiges Geschwätz. Wenn jemand etwas gefragt wird, lässt er sich genüsslich Zeit mit der Antwort, dazwischen herrscht nachdenkliche Stille. Wäre schön, wenn man sich dieser Art der Unterhaltung auch im echten Leben der Gegenwart öfter widmen würde.
Doch dazu fehlt die Geduld, der immer gefühlte Zeitdruck.
Das brüllende Fernsehen lenkt zu sehr ab.
Sonntag, 31.07.2005
Lehrlinge sollen nun noch stärker ausgenutzt werden
Mal wieder soll bei den Ärmsten gespart werden.
Man sieht was für hirnrissige Forderungen sich im Moment breit machen. Die Menschen, die sich für solche Dinge einsetzen, selbst stinkreich und meist beleibt von gutem Essen, haben auf ihren Posten eigentlich nichts mehr verloren.
[via tagesschau.de, lummaland ]
Freitag, 29.07.2005
Nach dem Unwetter


Sonnenuntergang hinter
meinem Haus
dem Haus, in dessen Erdgeschosswohnung ich zur Miete wohne, gestern nach dem Gewitter.Ich war
erstaunt, nachdem ich vorher so ein Unwetter aus einem Fenster meiner Wohnung fotografiert hatte, einer derart friedlichen Abendstimmung zu begegnen.
Mittwoch, 27.07.2005
"Danke Mister President" von Paolo Coelho
gefunden auf Literaturschock.de.
Dienstag, 26.07.2005
Goldene Regeln fürs Trampen
ein schöner Wanderhut
Diesen oder einen ähnlichen Wanderhut hätte ich gerne und überlege, ob ich mir so ein nützliches Kleidungsstück kaufen besorgen sollte. Wer kennt sie nicht, diese Bilder eines Landstreichers, irgendwo im Schatten sitzend mit dem Rücken an einen Baum gelehnt, scheinbar schlafend, den Hut tief in die Stirn geschoben?Montag, 25.07.2005
wegen Terrorbekämpfung: Staatsterror gegen die Bevölkerung
Also, wenn ich das richtig sehe muss man in London nun Angst haben von der Polizei erschossen zu werden, wenn man in eine U-Bahnstation rennt. Und warum rennt ein normaler Mensch in eine U-Bahnstation?
Er möchte die U-Bahn nicht verpassen.
Das ist mehr als eine Tragödie. Das ist, im wahrsten Sinne des Wortes, furchtbar.
Hinweis zum Überdenken: Populismus im Wahlkampf normal
Nico, der unter Anderem auf Lumma.de bloggt und bekennenderweise (und natürlich mit gutem Recht) SPD-Wähler ist, schrieb vor einigen Tagen ebendort über den Populismus, mit dem die "Linkspartei" Wahlkampf mache.
Soweit, sogut. Diese Meldungen beherrschen im Moment die deutschen Politiknachrichten.
In der darauf folgenden Diskussion schreibt er in einem Kommentar:
"Ich merke vor allem, dass seitens der sog. Linken hier populistisch gearbeitet wird"
Es ist Wahlkampf. Wer wendet da keine populistischen Methoden an?!
Oder meinst Du, Nico, man könnte den Aussagen irgendeiner Partei im Wahlkampf Glauben schenken?
Denk mal an die Wahlkämpfe ´98 und 2002 hat da nicht die SPD unteranderem lautstark dafür geworben, die Arbeitslosigkeit zu verringern? War das, im Nachhinein betrachtet, nicht reiner Populismus?
Vor Allem wenn dann (den SPD-Anhängern zuliebe: fast) nichts für den "kleinen Mann" gemacht wird? Mir sind die "einfachen" Lösungen von der Linkspartei einleuchtender als dieses heuchlerische "den Gürtel enger schnallen Geschwätz" einiger Oberschicht-Menschen die ihren Gürtel beinahe nicht um ihren Wohlstandsbauch schnallen können.
Apropos populistisch: die Art und Weise, mit der gegen die WASG/Linkspartei-Bewegung gewettert wird, ist nichts Anderes
Oder warum reden die Zeitungen und Politiker auch zum hundertsten Mal (von mir aus Richtigerweise)von der PDS als SED-Nachfolgepartei? Vorher hats jahrelang niemanden interessiert wer z.B. Berlin regiert.(Nachtrag: Verzeihung, mitregiert natürlich)
Ansonsten,
herzliche Grüsse von einem überzeugten WASG Wähler
Der Foto-Profi
Dirk, mir gefallen deine Bilder!
Sonntag, 24.07.2005
Wandern wenn das Wetter mitspielt

Ab kommenden Samstag habe ich drei Tage frei und werde - wenn das Wetter mitspielt - entweder nach dem Frühdienst am Freitag oder am Samstag Morgen ins Rothaargebirge (eine nicht so schön gestaltete Website, wie ich finde) ziehen und dort zwei oder drei Tage wandern. sollte es sehr heiss und sommerlich werden, liege ich wohl meist auf irgendeiner Lichtung im Wald und lasse mir so einige bisher unfertige Gedanken durch den Kopf gehen.
Auch Nico freut sich über das Wetter, dass ihm seinen Urlaub versüßt. Im Moment sieht es bei mir hinter dem Haus so aus wie auf dem Bild
Ich kann also nur hoffen.
Freitag, 22.07.2005
Email Fake-Liste zum Spass
Gut, fast niemand. Diejenigen, die mit sogenannten Harvester-Programmen Email-Adressen in grossem Stil aus Webseiten herauslesen und an selbige dann unerwünschte Spam-Mails verschicken haben nun bald etwas weniger gültige Empfänger
Im Regen radeln
Scheint so, als wäre ich nicht der Einzige der vorgestern mit dem Fahrrad durch das Unwetter nach Hause geradelt ist
Reich = länger leben
Von 1984 bis 1998 waren laut Netzeitung 3500 Männer und 3200 Frauen zu ihrer sozioökonomischen Lage und zu ihrem Gesundheitsverhalten befragt worden.
Wie die TU am heutigen Mittwoch mitteilte war das Risiko, innerhalb dieses Zeitraumes zu sterben, bei Männern und Frauen aus unteren sozialen Schichten mehr als doppelt so hoch wie bei den Befragten aus höheren sozialen Schichten.
Ich denke so ganz überraschend ist dieses Ergebnis nicht. Wer weniger (Existenz-)Sorgen, weniger harte körperliche Arbeit und mehr Freizeit hat, dem fällt es natürlich nicht schwer länger gesund zu bleiben.
Donnerstag, 21.07.2005
Arme Jugend
Nachdem wir uns so einige Zeit unterhalten haben fängt einer der beiden auf einmal ziemlich laut an, über den anderen zu schimpfen. Er nennt ihn einen Feigling und erklärt uns, er habe das ja alles nicht gewollt, sein Freund hier wollte sich nur vor ihm beweisen. Er sei ja nur mitgegangen. Was für eine aufschlussreiche Erklärung.
Nach einiger Zeit des Wartens ist uns das Spiel zu langweilig und wir beschliessen aufzubrechen. Der Junge der uns nur um des Beweisen Wollens verbrügeln möchte, geht nun auf uns zu und beginnt Mark zu schlagen. Wir wollen uns nicht schlagen. Doch er hört nicht auf. Irgendwie bekommt dieser Mensch eine unserer Bierflaschen und rennt hinter Mark her. Dieser lässt die Bierflasche los, nimmt die Beine in die Hand und rennt um sein Leben. Wir anderen hinter den beiden her, um schlimmeres zu verhindern. Nach ein paar hundert Metern zerschellt die Flasche an dem Mast einer Strassenlaterne, nichts ist passiert.
Naja, fast wäre etwas passiert. Und nur weil ein gelangweilter junger Mensch sich vor seinen merkwürdigen Freunden beweisen wollte?
Bücher wecken Wanderlust
»Deutschland umsonst« von Michael Holzach
Ohne Geld wanderte Michael Holzach durch ein Land, in dem sich alles um Mark und Pfennig dreht. Angewiesen auf seine Füße, einen guten Riecher und die mitleiderregenden Augen seines Hundes Feldmann, schlug er sich durch die Welt der Seßhaften und erlebte die Bundesrepublik Deutschland aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Sechs Monate Landstraße, nicht alltägliche Begegnungen mit deutschem Alltag und mit sich selbst, Abenteuer und Entbehrungen - all dies fügt sich im Spannungsfeld von bürgerlicher Welt, Randgruppen und verlorenen Existenzen zu einem einzigartigen und spannenden Reisebericht, der sich inzwischen einen festen Platz als Kultbuch erobert hat.
»Berlin-Moskau Eine Reise zu Fuss« von Wolfgang Büscher
[?]Das Buch ist natürlich kein gewöhnlicher Reiseführer. Keine einzige Landkarte findet sich hier, nicht einmal ein bescheidener Übersichtsplan über die 2.500 zurückgelegten Kilometer. Auch auf Bilder wurde komplett verzichtet. Es zählt nur das Wort. Und das ist wahrlich die Stärke von Büscher, der normalerweise das Ressort Reportagen bei der Welt leitet und 2002 mit dem angesehenen Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet wurde.[?]

